INNOVATION PAPER – Revolution in der klinischen Froschung: Wie KI neue Wirkstoffe schneller zum Patienten bringt

INNOVATION PAPER – Revolution in der klinischen Froschung: Wie KI neue Wirkstoffe schneller zum Patienten bringt

Revolution in der klinischen Forschung - DDG x Proinnovara Innovation Pape

In der vierten Ausgabe der DDG Innovation Paper stellen wir zusammen mit unserem Co-Innovations-Partner Proinnovera innovative Ansätze im Bereich der klinischen Froschung vor. Hier geht’s zum Paper.

Die wirtschaftliche Bedeutung der klinischen Forschung

Das öffentliche Interesse an der Forschung und Entwicklung innerhalb der Pharmaindustrie war noch nie so groß wie während der Corona Pandemie. Dabei war die Branche nach dem Kraftfahrzeug- und dem Maschinenbau mit fast 200 Mrd. € Umsatz schon vor der aktuellen Pandemie der 3. größte Industriezweig in Deutschland. Im Bereich R&D (Research and Development) ist Deutschland hier sogar Spitzenreiter im europäischen Vergleich. 7,8 Mrd. € investierte die deutsche Pharmaindustrie 2018 in die Erforschung neuer Arzneimittel und Wirkstoffe (Frankreich: 4,4 Mrd., Italien: 1,7
Mrd. €). So ist es nicht verwunderlich, dass fast ein Viertel der Beschäftigten der Pharmaindustrie in diesem Bereich tätig ist.


Aktuell sind in Deutschland über 103.000 Medikamente zugelassen. Bevor ein neues Medikament oder, im Fall von Corona ein neuer Impfstoff, jedoch eingesetzt werden kann, muss eine klinische Studie durchgeführt werden. Durch diese experimentelle Prüfung eines Behandlungsverfahrens (z.B. eines Medikamentes) unter definierten Rahmenbedingungen werden dessen Sicherheit und Wirksamkeit validiert.

Die Geschichte der klinischen Forschung


Das ist keineswegs ein neues Instrument. Die erste klinische Studie zur Erforschung einer Therapie der Krankheit Skorbut (Mundfäule durch Vitamin C Mangel) wurde bereits im Jahr 1747 von Dr. James Lind, einem schottischen Marinearzt, durchgeführt. Orientiert an dem Startdatum seiner Studie ist der 20. Mai heute der weltweite Tag der klinischen Studien.


Seit diesem historischen Start ist die Bedeutung klinischer Studien weltweit ungebrochen. Allein 2019 sind 649 Genehmigungsanträge beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eingegangen.

Hürden bei der Durchführung

Die erfolgreiche Durchführung einer klinischen Studie ist allerdings ein hochkomplexer, stark reglementierterund sehr kostenintensiver Prozess. Zum einen, da es um nichts Geringeres als die Gesundheit geht und zum anderen, weil sehr viele verschiedene
Parteien an ihm beteiligt sind. Meist beauftragt ein Pharmahersteller eine sogenannte Contract Research Organization (CRO / Medi-zinisches Auftragsinstitut), wie unseren Co-Innovationspartner Proinnovera, mit der Durchführung. In Deutschland gibt es circa 136 dieser CROs, die sich jeweils auf bestimmte Krankheitsfelder spezialisiert haben.


Die CRO bekommt das Studienprotokoll und verantwortet den weiteren Prozess, indem sie die Prüfzentren, also die beteiligten Krankenhäuser oder Arztpraxen, auswählt sowie die Patientenrekrutierung und -betreuung durch diese überwacht. Durch die hohe Komplexität kommt es bei der Durchführung klinischer Studien oft zu Problemen, sodass 80% aller Studien verspätet fertig gestellt werden, meist, da sich die Rekrutierung der passenden Patienten schwierig gestaltet.

KI als Beschleuniger für die klinische Forschung


Kann Künstliche Intelligenz hier helfen? Die Antwort lautet klar „Ja“. Es gibt bereits viele innovative Player, die sich meist mit Teilbereichen der klinischen Studien beschäftigen. So hat unsere Recherche in Crunchbase (Unternehmensdatenbank mit Informationen zu Investitionen und Finanzierungsrunden) mehr als 80 AI fokussierte Player in diesem Bereich gefunden, von denen wir einige heute vorstellen wollen.

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